Wie viel Kontrolle passt in ein Handy ohne Internet

Anna Aranka Arezina

Im Rahmen des Moduls Share 3 entstand ein mobiles Scrollytelling über nordkoreanische Smartphones – Geräte, die zunehmend aus dem Land geschmuggelt werden und erstmals Einblicke in ihren Inhalt ermöglichen. Auf den ersten Blick ähneln sie westlichen Handys: Touchscreen, Kamera, Apps. Doch sie dienen nicht der Vernetzung oder Freiheit, sondern Kontrolle und Überwachung. Westliche Apps sind verboten, Anwendungen müssen staatlich genehmigt gekauft werden, und statt Internet gibt es ein staatliches Intranet mit kuratierten Inhalten. Das Scrollytelling lässt Nutzer*innen interaktiv das Smartphone erkunden: App-Icons öffnen Warnungen, staatliche Alternativen kopieren westliche Dienste, Screenshots werden automatisch erstellt und Nutzung protokolliert. Obwohl formal ein einzelnes Gerät gezeigt wird, symbolisiert es den Alltag in Nordkorea, ein Leben, in dem Kontrolle allgegenwärtig ist und Freiheit nur simuliert wird. Die Arbeit verdeutlicht, wie Technologie als Werkzeug der Freiheit genutzt werden kann, oder zur Instrumentalisierung von Kontrolle wird.

DATUM 2026-01-01

KLASSE
DDA24

MODULE Share 3

DATA THEME

TYPE OF VISUALISATION

TYPE OF CHART

MEDIUM Web

SOFTWARE HTML

DOZIERENDE

Jonas Oesch, Ursula Uttinger, Simon Huwiler

BA Data Design + Art, Hochschule Luzern – Design Film Kunst © HSLU, 2025